19. Neulateinisches Symposion NeoLatina

 

 

Pascoli latinus

Neue Beiträge zur Edition und Interpretation der neulateinischen Dichtung von Giovanni Pascoli

 

 

 

Veranstalter:

  • Institut für Sprachen und Literaturen, Bereich für Gräzistik und Latinistik, Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Kofler
  • Ludwig Boltzmann Institut für Neulateinische Studien, Dr. Valerio Sanzotta
  • Università di Cassino, Dipartimento di lettere e filosofia, Prof.essa ass. Dr. Carla Chiummo

Zeit: Freitag 9. und Donnerstag 10. Juni 2017

Ort: Universität Innsbruck, Zentrum für Alte Kulturen, Langer Weg 11, A-6020 Innsbruck

Informationen: wolfgang.kofler@uibk.ac.at

Giovanni Pascoli ist nicht nur einer der wichtigsten Vertreter der italienischen Literatur des ausgehenden 19. und angehenden 20. Jahrhunderts, sondern verfasste auch eine ansehnliche Zahl an neulateinischen Dichtungen. Diese Werke gehören zum Besten, was die lateinische Poesie – auch jener der Antike! – je hervorgebracht hat, und waren ein Maßstab für alle, die danach poetische Versuche in der Sprache der alten Römer wagten. Die neulateinischen Gedichte des Seriensiegers beim Amsterdamer Certamen Hoeufftianum, dem wichtigsten internationalen Wettbewerb für neulateinische Poesie, harrten jedoch lange Zeit einer angemessenen wissenschaftlichen Erschließung, da sich die dem romantischen Geist des 19. Jahrhunderts entsprungenen Nationalphilologien naturgemäß mehr für den Pascoli italiano als für den Pascoli latinus interessierten. In den letzten Jahrzehnten machte sich jedoch ein wachsendes Sensorium dafür bemerkbar, dass Pascolis neulateinische Dichtungen nicht Produkte eines sterilen Klassizismus sind, sondern – im Gegenteil – von einem Geist poetischer Innovation getragen werden, der bis in die italienischsprachigen Texte des Autors ausstrahlt. Die Folge dieser Entwicklung waren zahlreiche neue Teilausgaben der Pascoliana latina, welche auch eine inhaltliche Neubeschäftigung mit dem Autor begünstigten und den Boden dafür bereiteten, dass Pascolis neulateinische Dichtung auch in der gerade im Entstehen begriffenen Edizione Nazionale delle Opere di Giovanni Pascoli eine ihrer Bedeutung entsprechende Berücksichtigung findet. Vor dem Hintergrund dieser Bemühungen ist es an der Zeit, dass sich eine internationale Tagung erstmals ausschließlich dem Pascoli latinus widmet: Die Organisatoren des 19. Neulateinischen Symposions NeoLatina übernehmen diese Aufgabe gerne und sind stolz darauf, dass sie nicht nur die bedeutendsten ExpertInnen aus Italien, sondern auch ForscherInnen aus dem deutschsprachigen Raum und Belgien für einen Vortrag gewinnen konnten: Die Diskussion über einen der bedeutendsten neulateinischen Dichter erhält so eine europäische Dimension.

ReferentInnen:

Barbara Dowlasz (Wien), Stefan Faller (Freiburg), Maria Cannatà Fera (Messina), Vincenzo Fera (Messina), Francesco Galatà (Messina), Thomas Gärtner (Köln/Wuppertal), Daniela Gionta (Messina), Caterina Malta (Messina), Patrizia Paradisi (Bologna), Dirk Sacré (Löwen), Maren-Elsbeth Schwab (Göttingen), Enrico Tatasciore (Bologna), Nikolaus Thurn (Berlin), Hermann Wiegand (Mannheim).

Ein detailliertes Programm folgt in Bälde.